filmkunst in hessen

Unser Filmkunst-Abspielring ist ein Netzwerkprojekt zur Förderung der Filmkunst in Hessen.

Vor rund 19 Jahren wurde der Abspielring vom Film- und Kinobüro in Zusammenarbeit mit hessischen Kinos entwickelt, um künstlerisch bedeutende Filme zeitnah nach ihrem Bundesstart möglichst vielen Menschen nahebringen zu können, besonders abseits der Großstädte, hessenweit in den ländlichen Regionen. Gleichzeitig hilft dieses Angebot den kleinen und mittelgroßen Kinos, ihr Programmangebot auszuweiten, neue Zielgruppen zu gewinnen und an das Kino zu binden.

Wenn Sie mit Ihrem Kino Teil des Abspielrings “Filmkunst in Hessen” werden möchten, finden Sie hier weitere Informationen zum Projekt und den Konditionen.

Programm vom 27. Oktober bis 21. Dezember 2022

 

FREIBAD

 „Sie zählt zu den erfolgreichsten Regisseurinnen der Republik“ (Programmkino.de)

„Doris Dörries Frauenfreibad ist ein komischer Spiegel der westlichen Welt, in der keiner mehr irgendetwas hinnimmt“ (sueddeutsche.de)

Dort badet Frau oben ohne, im Bikini, Badeanzug oder Burkini. Jede folgt dabei anderen Regeln. Das führt immer wieder zu Reibereien, die die überforderte Bademeisterin nicht so ganz im Griff hat. Als dann auch noch eine Gruppe komplett verhüllter Frauen das Frauenbad begeistert für sich entdeckt, fliegen buchstäblich die Fetzen: Wem gehört das Bad und wer bestimmt die Regeln? Wem gehört der weibliche Körper? Und wann ist denn überhaupt eine Frau eine Frau? Die Bademeisterin kündigt entnervt. Als dann aber als Nachfolge ausgerechnet ein Mann als Bademeister angestellt wird, eskaliert die Situation in unvorhersehbare Richtungen.
D 2022 von Doris Dörrie mit Andrea Sawatzki, Maria Happel, Nilam Farooq, Lisa Wagner, Melodie Wakivuamina, Julia Jendroßek, Sabrina Amali, Nico Stank, u.a., 102 Min., FSK 12
Foto © Constantin

 

DIE KÜCHENBRIGADE

„Die quirlige und im wahrsten Sinne des Wortes extrem appetitanregende Komödie kommt mit schönem Witz, beinahe noch mehr Herz, auf jeden Fall aber mit geballtem Charme daher“ (programmkino.de)

Die ebenso begnadete wie streitbare Köchin Cathy Marie ist Sous-Chefin in einem Sternelokal und steht kurz davor, ihren Traum eines eigenen Restaurants zu verwirklichen. Doch dann legt sie sich einmal zuviel mit ihrer Chefin an und findet sich plötzlich ohne Job und in ernsten finanziellen Schwierigketen wieder. Eine Anstellung auf ihrem Niveau zu finden, erweist sich als fast aussichtsloses Unterfangen, und so sieht sich Cathy Marie mit fast 40 Jahren gezwungen zu nehmen, was da ist: Kantinenköchin in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Cathy Marie ist in die kulinarische Hölle geraten: Dosenravioli, Mikrowelle und eine eher ahnungslose, allerdings hochmotivierte Küchenbrigade aus Heimbewohnern. Ihr Traum scheint in weite Ferne gerückt. Oder etwa doch nicht?
F 2022 von Louis-Julien Petit mit Chantal Neuwirth,Audrey Lamy, Franois Cluzet, Fatou Kaba,Yannick Kalombo, 97 Min., FSK: 0
PUBLIKUMSPREIS – Filmfest Emden-Norderney 2022
Foto © Piffl

 

HIVE

„Berührender Film über Frauensolidarität“ (ndr.de)

Fahrije hat ihren Mann verloren, und im Kampf ums Überleben gewinnt sie ihre Freiheit.
Fahrijes Ehemann gilt seit Kriegsende als vermisst – wie viele Männer in ihrem Dorf im Kosovo. Zusätzlich zur Ungewissheit hat die Familie auch finanzielle Sorgen. Als die Bienen, die sie züchten, kaum noch Honig geben, beschließt Fahrije, den Führerschein zu machen und mit hausgemachtem Ajvar, einer Paprikapaste, Geld in der Stadt zu verdienen. Doch die traditionelle patriarchalische Dorfgemeinschaft beobachtet ihr Tun misstrauisch und verurteilt offen ihre Bemühungen. Fahrije aber lässt sich nicht einschüchtern, und schon bald wagen es weitere Frauen, ihr bei diesem revolutionären Unternehmen zu helfen.
In ihrem preisgekrönten Debüt-Spielfilm zeigt Regisseurin Blerta Basholli eine mutige Frau, die zur Ernährerin ihrer Familie wird. Sie gründet eine Frauengenossenschaft in ihrem Heimatdorf und motiviert andere Frauen mit ähnlichem Schicksal zu Eigenständigkeit. Der Film erzählt vom Zusammenhalt unter Frauen, vom Aufbruch und von Heilung. Trotz großer Widerstände und patriarchaler Strukturen bringt Fahrije wieder Hoffnung und liebevolle Menschlichkeit zurück in eine Gemeinschaft, die sich durch Krieg und Zerstörung verloren hat.
HIVE ist von der wahren Lebensgeschichte von Fahrije Hoti inspiriert. Ebenso wie im Film hat die Kosovo-Albanerin ihren Mann seit Kriegsende als vermisst gemeldet. Sie ist heute eine erfolgreiche Unternehmerin und engagiert hauptsächlich Frauen und Witwen in ihrem Betrieb, in dem Ajvar und weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse hergestellt werden. Seit sie über Frauenrechte spricht, ist sie im ganzen Land bekannt.
KOS, CH, ALB, MKD 2021 von Blerta Basholli mit Yllka Gashi, Çun Lajçi, Aurita Agushi, Kumrije Hoxha, Adriana Matoshi, 84 Min., FSK: 12
Prädikat besonders wertvoll
Foto © JIP / 24 Bilder

NICHT GANZ KOSCHER – EINE GÖTTLICHE KOMÖDIE

„…charmanten Ode an die Menschlichkeit.“ (programmkino.de)

Drei Religionen. Zwei Männer. Eine Mission.

In die Wüste geschickt hat sich Ben (Luzer Twersky) glatt selbst. Um den Verkuppelungsversuchen seiner Familie in Jerusalem zu entgehen, bietet er sich kurzerhand an, nach Alexandria zu fliegen, um die einst größte jüdische Gemeinde der Welt zu retten. Der fehlt nämlich dringend der 10. Mann, um das Pessahfest zu begehen. Nachdem Ben zuerst das Flugzeug verpasst hat und dann auch noch in der Wüste Sinai aus dem Bus geflogen ist, wird Adel (Haitham Omari), ein mürrischer Beduine auf der Suche nach seinem entlaufenen Kamel, Bens letzte Hoffnung. Vorwärts geht es für beide Männer nur gemeinsam, aber wie vereint man ultraorthodoxe Religionspraktiken aus Brooklyn mit Beduinen-Pragmatismus aus dem Herzen der Wüste? Als auch noch das Auto den Geist aufgibt, geht es bald nicht mehr nur ums gemeinsame Essen, sondern ums nackte Überleben.
D 2022 von Stefan Sarazin, Peter Keller mit Hitham Al Omari, Luzer Twersky, Yussuf Abu-Warda, Makram J. Khoury, Raida Adon, 121 Min., FSK: 6
Prädikat besonders wertvoll
Foto © Alpenrepublik

 

MEINE STUNDEN MIT LEO

„Ein unterhaltsames, prickelnd-erfrischendes Pas-de-Deux zweier wunderbarer Charaktere. Dieser Film macht glücklich.“ (fbw-filmbewertung.com)

Frisch verwitwet engagiert in MEINE STUNDEN MIT LEO die pensionierte Lehrerin Nancy Stokes, hinreißend gespielt von Oscarpreisträgerin Emma Thompson, einen jungen, hübschen Callboy, verführerisch und einfühlsam dargestellt von Daryl McCormack, um endlich all das auszuprobieren, was ihr in ihrem sexuell eher unbefriedigenden Eheleben verwehrt blieb.

Nancy Stokes (Emma Thompson), eine verwitwete, ehemalige Lehrerin, sehnt sich nach Abenteuern, zwischenmenschlicher Nähe und gutem Sex, der ihr in ihrer stabilen, aber langweiligen Ehe vorenthalten wurde. Nancy ist fest entschlossen, möglichst viel davon nachzuholen, und engagiert einen Callboy für eine Nacht glückbringender neuer Erfahrungen. Sie trifft den jungen Leo Grande (Daryl McCormack) in einem anonymen Hotelzimmer außerhalb der Stadt. Der ist wie erwartet äußerst attraktiv, aber womit Nancy ganz und gar nicht gerechnet hat: Leo ist nicht nur ein Experte in Sachen körperlicher Liebe, sondern auch ein interessanter und witziger Gesprächspartner. Und auch wenn er bei aller Offenheit nicht alles über sich verrät, stellt Nancy fest, dass sie ihn mag. Und er mag sie. Im Laufe weiterer Rendezvous verschiebt sich die Machtdynamik zwischen ihnen und beide müssen ihre Komfortzonen endgültig verlassen.
UK 2022 von Sophie Hyde mit Emma Thompson, Daryl McCormack, 97 Min., FSK: 12
Prädikat besonders wertvoll
Foto © Wild Bunch Centralfilm

 

DIE ZEIT, DIE WIR TEILEN

„Mit einem großartigen Schauspieler-Paar: Isabelle Huppert und Lars Eidinger.“ (ndr.de)

Die Pariser Verlegerin Joan Verra (Isabelle Huppert) trifft nach Jahrzehnten ihre erste große Liebe wieder. Aufgewühlt verlässt sie Paris und zieht sich in ihr Landhaus zurück. Dort beginnt sie, ihr Leben Revue passieren zu lassen. Joans Erinnerungen verdichten sich mehr und mehr zu einer emotionalen Reise, bei der Wunsch und Wirklichkeit verschwimmen. Doch sie ist nicht allein: Es begleiten sie der exzentrische Schriftsteller Tim Ardenne (Lars Eidinger), der als einzige Konstante fest an ihrer Seite zu stehen scheint, und ihr Sohn Nathan (Swann Arlaud), den sie allein großzog.
F, IRL, D 2022 von Laurent Larivière mit Isabelle Huppert, Lars Eidinger, Swann Arlaud, 102 Min., FSK: 12
Foto © Camino

DER GESANG DER FLUSSKREBSE

„(…) toll bebilderter, kraftvoll gespielter Mix aus Romanze, Natur-Drama, Thriller und Gerichtsfilm.“ (programmkino.de)

Als junges Mädchen wird Kya von ihren Eltern verlassen. In den gefährlichen Sümpfen von North Carolina zieht sie sich alleine groß und entwickelt sich zur scharfsinnigen und zähen jungen Frau. Jahrelang geisterten Gerüchte über das „Marschmädchen“ durch das nahegelegene Örtchen Barkley Cove und schlossen sie von der Gemeinschaft aus. Als sich Kya zu zwei jungen Männern aus der Stadt hingezogen fühlt, eröffnet sich für sie eine neue, verblüffende Welt. Doch als einer von ihnen tot aufgefunden wird, sieht die Gemeinde sofort in Kya die Hauptverdächtige. Im Laufe des Falles wird immer mysteriöser, was tatsächlich passiert ist – und es droht die Gefahr, dass die vielen Geheimnisse, die im Sumpf verborgen liegen, ans Licht kommen…
USA 2022 von Olivia Newman mit Daisy Edgar-Jones, Taylor John Smith, Harris Dickinson, Michael Hyatt, Sterling Macer, Jr., David Strathairn, 125 Min., FSK: 12
Foto © Sony

MOONAGE DAYDREAM

„Flirrende Persönlichkeit, schillernd eingefangen“ (rbb-online.de)

Der Filmemacher Brett Morgen bekam vom David Bowie Estate exklusiven Zugang zu ihren Archiven, wo seltene und noch nie zuvor gesehene Zeichnungen, Aufnahmen, Filme und Tagebücher aufbewahrt werden. Innerhalb von vier Jahren hat er das ganze Material gesichtet und seinen Film zusammengestellt, bei dem es sich aber weder um einen Dokumentarfilm noch um eine Biografie, aber um ein eindringliches Filmerlebnis handelt. Gemeinsam mit Tony Visconti, Bowies langjährigem Freund und Mitarbeiter sowie dem Tonmeister Paul Massey hat er David Bowies Originalaufnahmen neu abgemischt und für die Kinoleinwand aufbereitet. Entstanden ist ein einzigartiges Porträt des Ausnahmekünstlers, der die Zuschauer mit seinem wechselnden musikalischen Stil sowie seinen wandelbaren Looks immer wieder überraschte. (filmstarts.de)
USA 2022 von Brett Morgen mit David Bowie, 140 Min., FSK: 12
Prädikat besonders wertvoll
Foto © Universal

 

Die teilnehmenden Kinos:

Bad Soden, CasaBlanca, Tel. 06196 921 6700 l Biblis, Filminsel, Tel. 06245 3008 | Büdingen, Kino Büdingen, Tel. 06042 2415 | Ginsheim-Gustavsburg, Burg Lichtspiele, Tel. 06134 557263 | Korbach, Cine K, Tel. 05631 568950 | Lauterbach, Lichtspielhaus Lauterbach, Tel. 0800 0801010 | Mörfelden-Walldorf, Lichtblick, Tel. 06105 42352 | Heppenheim, Saalbau Lichtspiele, Tel. 06252 23 78 | Hann. Münden, Capitol Kino, Tel. 05541 7578475 | Wolfhagen, Cinema, 05692 995099 | Zollhaus, Kreml-Kulturhaus, Tel. 06430 929724 l Fritzlar, Cine Royal, Tel. 05622 98830

 

 

Programm vom 01.09.-26.10.2022

Welcher Film Wann in Welchem Kino Läuft, finden Sie hier.

 

ELVIS

… stets mitreißend ist der Ritt durch Elvis’ Leben, dessen Mimik und Hüftschwung der bisher kaum bekannte Austin Butler so nahe kommt wie möglich.“ (programmkino.de)

„eine fulminante Hommage, die mit Respekt und Zuneigung einer Ikone der Popkultur huldigt. (epd-film.de)

 

Der Film beleuchtet das Leben und die Musik von Elvis Presley (Butler) im Kontext seiner komplizierten Beziehung zu seinem rätselhaften Manager, Colonel Tom Parker (Hanks). Die Geschichte befasst sich mit der über 20 Jahre andauernden komplexen Dynamik zwischen den beiden Männern – von Presleys Aufstieg bis hin zum beispiellosen Starkult um seine Person. Besonderer Fokus liegt dabei auf der sich entwickelnden kulturellen Landschaft und dem Verlust der Unschuld in Amerika. Im Mittelpunkt dieser filmischen Reise steht eine der wichtigsten und einflussreichsten Personen in Elvis’ Leben, Priscilla Presley (Olivia DeJonge).

USA 2022 von Baz Luhrmann mit Austin Butler, Tom Hanks, Olivia DeJonge, Helen Thomson, Richard Roxburgh, Dacre Montgomery, Luke Bracey, Natasha Bassett, David Wenham, 159 Min., FSK: 6

 Foto © Warner

 

SCHMETTERLINGE IM OHR

 Leichter Wohlfühlfilm“ (ndr.de)

„Pascal Elbé verknüpft darin überraschend die Themen Schwerhörigkeit und Liebe – zwei Gebiete, in denen Missverständnisse programmiert sind.“ (swr.de)

 

 

Antoine, ein gutaussehender Geschichtslehrer in seinen frühen Fünfzigern, ist Ignorant der Extraklasse, vor allem wenn es um Symptome des eigenen Alterns geht: Wortmeldungen seiner Schüler oder die Gefühlslage seiner Freundin – geht ihn nichts an. Sogar das morgendliche Schellen seines Weckers ignoriert er. Seine neue Nachbarin Claire treibt er mit ohrenbetäubenden Lärm in den Wahnsinn. Ihre Wutausbrüche perlen an Antoine gnadenlos ab – wie alles in dieser Welt. Erst als er in der Schule auch den Feueralarm ignoriert, ist Antoine gezwungen, sich der unangenehmen Tatsache zu stellen: Er ist so gut wie taub. Und das im besten Alter! Mit dem Einsatz von Hörgeräten eröffnet sich ihm bald eine neue Welt, aber die bringt nicht nur Freude. Dieses Accessoire der Alten passt einfach nicht zu seinem Selbstverständnis als Mann. Noch schlimmer ist für ihn, dass er plötzlich alles mitbekommt, was er sonst entspannt ausblenden konnte. Seine demente Mutter, seine überforderte Schwester, die von ihm jahrelang brüskierte Lehrerschaft – alles prasselt nun ungefiltert auf ihn ein. Nur ein einziger Mensch bedrängt ihn nicht: Violette, die kleine Tochter Claires, die seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr spricht. Plötzlich nimmt er gegen seine Natur Anteil an anderen. Mehr noch: er verliebt sich in ihre Mutter. Aber Hörgeräte sind kein Garant für gute Verständigung. Denn die will gelernt sein…

F 2021 von Pascal Elbé mit Sandrine Kiberlain, Pascal Elbé, Valérie Donzelli, Emmanuelle Devos, François Berléand, Marthe Villalonga, 93 Min., FSK: 0

 Foto © Neue Visionen

 

ALLES IN BESTER ORDNUNG

.. ein intimer, melancholischer, aber auch immer wieder komischer Film über ein sehr ungleiches Paar. “ (ndr.de)

„…in einer völlig überfüllten Wohnung so etwas wie Magie zu erzeugen, ist absolut filmpreisverdächtig.“ (rbb-online.de)

 

 

Marlen (Corinna Harfouch) ist früher durch die Welt gereist, draußen strahlt sie, aber ihre Wohnung hat sie mit Gegenständen vollgestellt. Sie ist eine leidenschaftliche Sammlerin. Alles ist zu wertvoll, zu bedeutend, um es wegzuschmeißen. Fynn (Daniel Sträßer) dagegen will mit nur 100 Dingen durch die Welt gehen. „Ordnung ist das halbe Leben!“, sagt er. „Willkommen in der anderen Hälfte!“, antwortet sie. Das ist der Humor und der Kampfstil, den sie von jetzt an pflegen. Marlen und Fynn – stärker könnten die Gegensätze nicht sein. Doch Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an…

ALLES IN BESTER ORDNUNG ist eine feinsinnige Komödie über das Zuviel und das Zuwenig.

D 2021 von Natja Brunckhorst mit Corinna Harfouch, Daniel Sträßer, Joachim Król, Luise Kinner, 96 Min., FSK: 6

 Foto © Filmwelt

 

SUPERNOVA

Zum Heulen schön“ (sueddeutsche.de)

„Demenz mit Sarkasmus und britischem Humor begegnen“ (ndr.de)

 

 

 

Zwanzig Jahre sind Sam und Tusker ein Paar. Um wieder mehr gemeinsame Zeit verbringen zu können, hat Sam seine Karriere als Pianist aufgegeben. In ihrem alten Wohnmobil brechen die beiden zu einer Reise durch den idyllischen Lake District auf, um Freunde, Familie und wichtige Orte ihrer Vergangenheit zu besuchen. Allerdings beginnen unterwegs ihre Vorstellungen von der gemeinsamen Zukunft zu kollidieren.    „Das Leuchten der Erinnerung“ trifft auf „A Single Man“: Colin Firth und Stanley Tucci brillieren als Paar in einem herzerwärmenden wie herzzerreißenden Film, der die große Liebe feiert. Regisseur Harry Macqueen gelingt durch seine behutsame Inszenierung eine tiefberührende Geschichte, die trotz aller Dramatik von Wärme und Lebenslust erfüllt ist.

GB 2020 von Harry Macqueen mit Colin Firth, Stanley Tucci, Pippa Haywood, 95 Min., FSK: 12

Foto © Weltkino

 

GLÜCK AUF EINER SKALA VON1 BIS 10

 

Herzerfrischendes Feel-Good Movie“ (ndr.de)

„…ein lebensbejahendes „buddy movie“, das herzlich unterhält.“ (Programmkino.de)

 

 

Igor lebt allein und jobbt als Fahrradkurier für Biogemüse. Ein paar mehr Kontakte zu anderen Menschen wären schön, aber ansonsten ist der körperlich behinderte Hobby-Philosoph nicht unglücklich. Louis hingegen ist ein 24/7-Unternehmer, ein Workaholic, der vor lauter Arbeit in seiner Bestattungsfirma die Lebensfreude vergessen hat. Als er Igor auf seinem Fahrrad anfährt, ist ihm das doppelt peinlich: zum einen wegen seiner Unachtsamkeit, zum anderen, weil er offensichtlich einen Menschen mit Behinderung verletzt hat. Ein Unfall mit überraschenden Folgen, denn Igor hat sich in den Kopf gesetzt, dass Louis ein perfekter neuer Freund für ihn wäre … und Igor kann sehr hartnäckig sein. So kommt es, dass Louis und Igor zu einer abenteuerlichen Reise im Leichenwagen aufbrechen, die ihr Leben ordentlich auf den Kopf stellt.    GLÜCK AUF EINER SKALA VON EINS BIS ZEHN erzählt mit viel Humor von einer außergewöhnlichen Freundschaft, die mit Vorurteilen gründlich aufräumt, und vor allem eines feiert: das Leben an sich. Eindeutig eine Zehn fürs Kinopublikum!

F /Schweiz 2021 von Alexandre Jollien, Bernard Campan mit Bernard Campan, Alexandre Jollien, Tiphaine Daviot, 92 Min., FSK: 6

 

AEIOU

Poetisches, bildkräftiges Kino über die Liebe“ (swr.de)

„Temporeich, poetisch-versponnen und fantasievoll, mit wilden Volten, verrückten Wendungen und surrealen Episoden wie eine Mischung aus Außer Atem, altmodischer Gaunerkomödie, frischer Amour fou Liebesgeschichte und existenzialistischer Sommerkomödie…“ (kino-zeit.de)

„In Nicolette Krebitz‘ Film „A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe“ begehrt die unvergleichliche Sophie Rois einen sehr viel jüngeren Mann.“ (sueddeutsche.de)

Sie dachte, das würde ihr nicht mehr passieren. Er wusste gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Eine Dame, ein Junge und noch eine unmögliche Liebesgeschichte.

Vor einem Szenelokal in West-Berlin wird eine Schauspielerin überfallen. Ein junger Mann rempelt sie an, entreißt ihr die Handtasche und läuft davon. Die Dame fällt auf die Knie und schaut dem Dieb hinterher.

Wenig später stehen sie einander wieder gegenüber. Anna (Sophie Rois) und Adrian (Milan Herms). Dieses Mal ist sie seine Lehrerin und soll ihn im Sprechen unterrichten. Adrian ist ein Waisenkind und gilt als schwieriger Fall. Anna ist Schauspielerin, aber spielen tut sie schon lange nicht mehr. Beide stehen ein Stück neben dem Leben, einen Schritt außerhalb der Gesellschaft.

Anna empfängt Adrian bei sich zuhause. Ihre Wohnung gehört Michel (Udo Kier), ihm gehört das ganze Haus. Er ist ihr größter Fan.

Bald werden die Unterrichtsstunden zu Abendessen, Spaziergängen und gemeinsam gerauchten Zigaretten. Und irgendwann versuchen sie es mit dem Rest der Welt aufzunehmen. Angefeuert voneinander, aber ohne einen Pfennig, verlassen sie die Stadt. Sie wollen nach Frankreich, ans Meer…

D /F 2022 von Nicolette Krebitz mit Sophie Rois, Milan Herms, Udo Kier, 105 Min., FSK: 6

Foto © Port au Prince Pictures / 24 Bilder

 

WIE IM ECHTEN LEBEN

.. anrührend und bezaubernd. Das liegt an der Hauptdarstellerin Juliette Binoche und an ihren Kolleginnen, die meisten von ihnen gespielt von Laiendarstellerinnen, die im wahren Leben putzen.“ (rbb-online.de)

„…überzeugend ist Juliette Binoche in ihrer Rolle als kleinbürgerliche Ex-Hausfrau, die nun lernen muss, wie es sich anfühlt, für wenig Geld den Dreck anderer Leute wegzumachen.“ (taz.de)

Schauspiellegende Juliette Binoche erfindet sich auf geniale Weise neu. In WIE IM ECHTEN LEBEN spielt sie die renommierte Schriftstellerin Marianne und beginnt ein Doppelleben auf Zeit. Sie gibt allen Komfort der Pariser Kulturelite auf und reist in die nordfranzösische Hafenstadt Caen, wo das Wetter launisch ist und das Leben rauh. Im Jobcenter gibt sie vor, nach einer Scheidung jede Stelle anzunehmen – egal wie schmutzig sie sich die Hände macht. Ihr eigentlicher Plan: Sie will eintauchen in ein Leben zwischen Plackerei und Geldknappheit, zwischen Allesgeben und Nichts bekommen, und ein Buch schreiben über die starken Persönlichkeiten, die diese Welt auf ihren Schultern tragen. Marianne will Arbeit machen, die in der umsorgten Mittelschicht keiner mehr haben will. Ein Job als Putzfrau erweist sich als Glücksfall – extreme Schinderei, blöde Sprüche vom Chef, unfaire Bezahlung – ein Klassiker der Drecksarbeit. Auch wenn sie sich nach kurzer Zeit die Kündigung einhandelt, bringt ihr die Stelle die überwältigende Unterstützung von den Frauen, die stahlharte Putzprofis sind und echte Freundschaft können. Besonders mit der taffen Christele, die sich allein mit drei Kindern durchs Leben schlägt, freundet sie sich an. Dank ihr schafft es Marianne in die Putzkolonne des Fährhafens: 12 Arbeiterinnen, 230 Kabinen, 1,5 Stunden. Es klingt wie eine verwegene Wette, die täglich gewonnen und irgendwie auch verloren wird. Mit Christèle, Marilou und Justine verbindet Marianne bald eine so tiefe Freundschaft, dass ihre wahre Identität zum größten Problem wird. Mit allen Tricks versucht sie, ihr komfortables Künstlerleben vor ihren Freundinnen zu verbergen. Doch irgendwann hat Marianne genug Material für ihr Buch zusammen und es ist Zeit, ihr wahres Gesicht zu zeigen.

F 2021 von Emmanuel Carrère mit Juliette Binoche, Hélène Lambert, Léa Carne, Emely Madeleine, 106 Min., FSK: 6

Foto © Neue Visionen

 

HEIL DICH DOCH SELBST

„… ein persönliches Werk, das kritisch und selbstkritisch bleibt auf der Suche nach dem eigenen Wohlbefinden.“ (br.de)

„facettenreich und undogmatisch“ (filmdienst.de)

 

 

 

Seit ihrer Kindheit an Epilepsie leidend, versucht Filmemacherin Yasmin C. Rams gegen den Willen ihrer Familie eine neue alternative Behandlungsmethode für ihre Krankheit zu finden. Von traditioneller chinesischer Medizin und medizinischem Marihuana bis hin zu Ayahuasca – sie ist fest entschlossen, ihr Schicksal in ihre eigene Hand zu nehmen.

Begibt sie sich dabei nur in die Hände von vermeintlichen „Quacksalber*innen“, die alles nur noch schlimmer machen werden? Oder gelingt am Ende ein individuelles Zusammenspiel aus schulmedizinischen und alternativen Methoden, die Genesung und Wohlbefinden gleichermaßen fördern?

Auf ihrer Suche trifft sie Menschen aus aller Welt, die ihr erzählen wie sie für sich neue Wege gefunden haben, ihre chronischen Krankheiten zu behandeln und mit ihnen umzugehen.

D 2021, Dokumentarfilm von Yasmin C Rahms, 105 Min., FSK: 6

Foto © mindjazz pitures

 

Die teilnehmenden Kinos:

Bad Soden, CasaBlanca, Tel. 06196 921 6700 l Biblis, Filminsel, Tel. 06245 3008 | Büdingen, Kino Büdingen, Tel. 06042 2415 | Ginsheim-Gustavsburg, Burg Lichtspiele, Tel. 06134 557263 | Korbach, Cine K, Tel. 05631 568950 | Lauterbach, Lichtspielhaus Lauterbach, Tel. 0800 0801010 | Mörfelden-Walldorf, Lichtblick, Tel. 06105 42352 | Heppenheim, Saalbau Lichtspiele, Tel. 06252 23 78 | Hann. Münden, Capitol Kino, Tel. 05541 7578475 | Wolfhagen, Cinema, 05692 995099 | Zollhaus, Kreml-Kulturhaus, Tel. 06430 929724 l Fritzlar, Cine Royal, Tel. 05622 98830

 

Das Projekt wird befördert aus Mitteln der HessenFilm und Medien GmbH

 


Im Folgenden alle bereits statt gefundenen Spielrunden im Überblick mit Links zu unseren Flyern bzw. Plakaten:

Diese Filme waren bis Mitte August 2022 zu sehen
Diese Filme waren bis Mitte Juni 2022 zu sehen
Diese Filme waren in der zweiten Runde 2022 zu sehen.
Diese Filme waren bis Anfang März 2022 zu sehen.
Diese Filme liefen in der Winterrunde 2021.
Filme der Sommerrunde 2021
Die Filme der Filmkunst-Abspielring-Sommerrunde 2021, Laufzeit 2. Juli bis 1. September 2021
Staffel 5 2020: Laufzeit 29. Oktober bis 5. November 2020 (coronabedingt)
Staffel 4: Laufzeit vom 03.09. bis 28.10.2020

Flyer zur Staffel

Staffel 3: Laufzeit vom 25.06. bis 26.08.2020
2. Staffel: 27.02. – 22.04.2020 (geplant, wurde ab Mitte März abgesagt)

Der Flyer zur Staffel

1. Staffel: 02.01. – 26.02.2020

Der Flyer zur Staffel

2019

6. Staffel: 31.10. – 26.12.2019

Der Flyer zur Staffel

5. Staffel: 5.9. – 30.10.2019

Der Flyer zur Staffel

4. Staffel: 20.06. – 07.08.2019

In unserer Sommerrunde erstellen wir keine Flyer. Dafür gibt es eine inhaltliche Übersicht mit allen Filminfos…

3. Staffel: 25.04. bis 16.06.2019

Und der Flyer zur Staffel drei

2. Staffel: 28.02. bis 24.04.2019

Unser Infoflyer für diese Runde

1. Staffel 2018: 03.01. bis 27.02.2019

Unser Flyer mit Infos zu den Filmen 

2018

7. Staffel: Laufzeit 15.11.2018 bis 02.01.2019

Unser Flyer mit Infos zu den Filmen hier

6. Staffel: Laufzeit 27.09. bis 14.11.2018

Der Flyer für die Runde 6 gibt es hier

5. Staffel: Laufzeit 09.08. bis 26.09.2018

Unser Flyer für die 5. Staffel mit ausführlichen Beschreibungen zu den Filmen

4. Staffel: Laufzeit 31.05.-25.07.2018

In dieser kleineren Sommerrunde haben wir auf den Flyer leider verzichten müssen. Doch es gibt eine inhaltliche Übersicht!

Unsere Runde 3 lief vom12.04. bis 30.05.2018

Klicken und den Flyer Runde 3 angucken – tolle prämierte Filme gab es zu sehen!

Die 2018 zweite Runde: 22.02. bis 11.04.2018

Flyer Runde 2 in 2018

Runde 1 in 2018: Laufzeit 04.01.-21.02.2018

Unsere Flyer für die 1. Runde 2018

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der HessenFilm und Medien GmbH

Ihr Kontakt im Filmbüro

Nina Friemann

+49 (0) 69 133 796 18 friemann@film-hessen.de