„Berührend, überraschend und tiefgehend erzählt Regisseur Dennis Baumann von Trauma und Zugehörigkeit ohne sich in falscher Sentimentalität zu verlieren.
Die Darmstädter Produktion zeigt, wie sich mit kleinstem Budget großes Kino machen lässt. In nur 10 Drehtagen an einem einzigen Drehort gefilmt und durch Crowdfunding finanziert, liefert Dennis Baumann mit Sorry Momo ein stattliches Debüt.“ (LICHTER Filmfest Frankfurt International)
Termine
Do., 09.07.2026, 19:30, Programmkino Rex, Darmstadt
Synopsis
Nachdem ANNA (30) alte Umzugskartons aus dem Dachboden ihres Vaters holt, stellt sie fest, dass viele der darin enthaltenen Spielsachen ihr völlig fremd sind. Besonders fasziniert ist sie von einer Schachtel mit sechs Audiokassetten, deren Aufnahmen sich über das gesamte Jahrzehnt der 1980er-Jahre erstrecken.
Allein in einer neuen Stadt lebt Anna zurückgezogen in ihrer Wohnung und führt häufig Gespräche mit ihrem großen, pinkfarbenen Stoffhasen MOMO. Eindringlich warnt er sie davor, die Kassetten anzuhören. Doch Anna ignoriert seine Mahnungen. Schon bald findet sie in der Stimme auf den Bändern eine Art neue Freundin – eine unbekannte Frau, die ihre eigene Geschichte erzählt.
Je tiefer Anna in diese geheimnisvolle Erzählung eintaucht, desto mehr verliert sie den Bezug zu den Menschen in ihrem realen Leben. Schließlich wird deutlich, dass die Frau auf den Kassetten enger mit Annas eigener Vergangenheit und der Geschichte ihrer Familie verbunden ist, als Anna je vermutet hätte. Diese Erkenntnis zwingt sie dazu, sich dem Tod eines geliebten Menschen zu stellen – einem Verlust, den sie all die Jahre erfolgreich verdrängt hatte.